Reisebericht: 19. Tag USA – Geburtstag in San Francisco

Yeah, ich habe Geburtstag! Ich habe gerne Geburtstag! Mit einem guten Gefühl wache ich also auf und wir machen uns bereit für einen Tag in San Francisco. Wir wollen heute mit dem Auto in die Stadt fahren, da es wie gesagt nachts schwierig wird anders zurückzukommen, und wir noch die Lombards Street herunterfahren möchten.

Ein letztes Mal nach San Francisco

Mit Wechselkleidung im Fahrzeug geht es also wie gewohnt mit Stau vor der Mautstelle (6,00 USD vor 10:00 h, danach 4,00 USD) über die Oakland Bay Bridge nach SF herein. Diese Brücke ist übrigens die eigentlich interessantere Brücke in dieser Gegend, da sie zum Beispiel deutlich länger und zweigeschossig ist! Im Fisherman’s Wharf angekommen suchen wir einen bezahlbaren Parkplatz und geben nach einiger Sucherei auf und akzeptieren den Preis von 28,00 USD pro Tag. Dann geht es zum Geburtstagsfrühstück zu Denny’s. Leider stellt sich dieses Diner als bisher schlechtestes ihrer Art heraus. Der Kellner hat es im letzten Moment noch mit seinen Geburtstagsglückwünschen einigermaßen gerade gebogen.

"Happy Bday" von Denny's

Geschenke-Shopping

Nun darf ich mir mein Geburtstagsgeschenk von Judith aussuchen gehen. Wir machen uns also auf den Weg zu den Pieren und schauen uns in den Geschäften um. Es soll ein California Pullover werden. Und nach einigen Anproben, reicht mir Judith ein pinkes Exemplar und das soll es sein! Judith schaut sich außerdem noch nach ein paar Tops um und ich kann mich gerade eben davon abhalten, mir noch eine wunderschöne Mütze zu kaufen…

Besuch im Gefängnis – Alcatraz

Der nächste Programmpunkt für heute ist: Alcatraz. Wir machen uns also auf zum Pier 31 und stellen uns brav in eine Reihe, wo wir eine halbe Stunde auf unsere Fähre zur Insel warten dürfen. Warum wir so früh da sein müssen? Es muss wie immer von jedem noch ein Foto geschossen werden, dass man nach der Fahrt für 10,00 USD erwerben kann. Völlig unmotiviert legen Judith und ich nicht einmal die Taschen ab und lächeln kurz in die Kamera mit einer Alcatraz-Fotoleinwand im Hintergrund. Mit der Fähre geht es dann flott herüber zur Insel. Dort bekommen wir von einem Ranger erstmal eine kurze Einweisung und schauen uns im Theatre einen 17-minütigen Film über die Insel an. Mit dem entsprechenden Hintergrundwissen geht es dann weiter zur Hauptattraktion – dem Gefängnis. Mit dem Audioguide auf den Ohren gehen wir die Gänge ab und bekommen viele Geschichten mitgeliefert.

Die historisch geprägte Insel beherbergt außerdem eine schöne Pflanzenwelt und ist wieder zur Brutstätte von diversen Wasservögeln geworden. Insgesamt also eine sehr schöne Insel, wenn man vom Wind absieht. Der Besuch war auf jeden Fall das Eintrittsgeld von 30,00 USD wert. Etwas frierend stellen wir uns also wieder an, um zurück nach SF zu fahren. Dort schauen wir erschrocken unser Foto vom Mittag an, das überraschenderweise echt gut aussieht. Trotzdem ist es uns das Geld absolut nicht wert, sodass wir lieber schnell unser Auto vom Parkplatz abholen und dann mit GoPro auf der Motorhaube zur Lombard Street fahren. Die kurvige Fahrt kann ich leider nicht so ganz genießen, da sich unsere Tanknadel verdächtig gegen null dehnt. Mit den letzten Tropfen Benzin erreichen wir doch noch eine überteuere Tankstelle und füllen den Tank nur so weit, dass wir nachher wieder zurück nach Berkeley kommen.

Geburtstagsessen in der Cheesecake Factory

Obwohl es erst 17:00 h ist knurren unsere Mägen bereits wieder und wir beschließen zur Cheesecake Factory zu fahren. Wir finden ein vergleichsweise günstiges Parkhaus und finden uns plötzlich auf einem Platz in SF vor Macy’s wieder. An diesem Platz saßen wir bereits vor knapp drei Wochen mit Lukas und meinten damals, dass wir unbedingt einmal in der Chessecake Factory essen müssen! So schließt sich also der Kreis. Der Aufgang zum Restaurant befindet sich in der siebten Etage von Macy’s und nach etwa 30 Minuten Wartezeit setzen wir uns auf die Terrasse der Factory und bestellen uns erneut die Tomate Basil Pasta und einen Ceasar Salad. Wir kombinieren beides auf zwei extra Tellern und erleben das beste letzte Abendessen, dass wir uns hätten vorstellen können. Diese Kombination war einfach unglaublich lecker. Wehmütig bestellen wir uns noch einen letzten Chessecake (Snickers) und genießen jeden einzelnen Bissen.

Party in San Francisco

Gut gesättigt besuchen wir den Giants Store um die Ecke und ich kaufe mir noch ein T-Shirt. Neben dem Store befindet sich Lefty O’Doul’s – eine Baseballbar und natürlich läuft hier gerade ein Giants Spiel. Aber nicht irgendeins: Es geht gegen die LA Dodgers. Wir beschließen also uns schnell umzuziehen – inzwischen ist es nämlich ganz schön frisch geworden – und wollen dann noch etwas Baseball schauen. Zurück in der Bar bestellen wir uns zwei Bier für stolze 14,00 USD inkl. Trinkgeld und schauen uns um. Schnell werden wir von zwei Amerikanern angesprochen, die unsere Gesichtsausdrücke als gelangweilt interpretieren und fragen, ob wir Dodgers Fans seien. Mit einem „Go Giants!“ sind die Bogen wieder geglättet und sie setzen sich in Begleitung ihrer Frauen kurze Zeit später an den Nachbartisch. Ich nutze die Gelegenheit und stelle ein paar offene Fragen zum Thema Baseball. Vielleicht habe ich auch erwähnt, dass ich Geburtstag habe, auf jeden Fall haben die vier mir ein Geburtstagsständchen gesungen. Während ich noch applaudiere, setzen sich zwei Kanadier zu uns. Max sitzt im Rollstuhl und hatte gefragt, ob er „kurz“ seinen Whisky bei uns am Tisch trinken kann.

The Starlight Room

Letztlich unterhalten wir uns den ganzen Abend mit den Mittdreißigern und nachdem die Bar gegen 24:00 h zu schließen droht, gehen wir weiter in The Starlight Room. Der Club befindet sich über den Dächern von SF, sodass wir einen einzigartigen Blick über die Stadt genießen können. Steven und Max laden Judith und mich den ganzen Abend auf diverse Drinks ein, obwohl wir schon immer dankend abzulehnen versuchen. Da Judith noch Autofahren muss, bekommt sie sogar ganz „fancy“ Voss-Wasser von den beiden spendiert. Um halb zwei gehen die Lichter an. Auch der Starlight Room scheint tatsächlich schon zu schließen. Judith und ich beschließen also zurück ins Hotel zu fahren, da wir morgen ja auch leider wieder abreisen. Die Kanadier stellen noch sicher, dass wir heil zu unserem Auto kommen und verabschieden sich. Ich habe wirklich selten so sympathische und großzügige Menschen kennengelernt, die wirklich nur einen netten Abend, ohne Hintergedanken, mit uns verbringen wollten und so meinen Geburtstag versüßt haben. Vielen Dank dafür! Zurück im Hotel fallen wir müde ins Bett und stellen unseren Wecker auf entspannte 09:00 h. Unsere Koffer haben wir ja bereits weitestgehend gepackt, sodass wir es morgen entspannt angehen lassen können.

One comment

  1. Reisebericht: Karibik 5. Tag - Brooklyn Bridge & Transferflug nach Fort Lauderdale | Jil's Blog

    […] gibt. Weder der Americana Cheeseburger noch die Tomato Basil Pasta konnten mich so überzeugen, wie einst in Kalifornien. Alles in allem hat das Essen aber dennoch […]

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