Reisebericht: Der Bär & der Yosemite National Park

Reisebericht: 16. Tag USA – Der Bär & der Yosemite National Park

Wir befinden uns in unserem Motel in Mammoth Lake, es ist 01:36 h und der Wecker klingelt. Judith und ich lauschen, ob wir den Bären, der sich hier herumtreiben soll, hören. Wir vernehmen keine Geräusche und so drehen wir uns noch einmal um bis der Wecker um 02:00 h erneut klingelt. Immer noch nichts zu hören. Trotzdem ziehen wir uns etwas über – hier ist es nämlich im Vergleich extrem kalt – und Judith geht noch einmal ins Bad. Ich ruf ihr zu, dass ich schon gucken gehe, öffne die Tür und: “Da issa!” Unfassbar! Da steht doch tatsächlich ein Bär an unserem Pool!

Ein Bär auf Futtersuche

Judith kommt angerannt und ich hole meine Kamera. Schnell schieße ich einige Fotos. Allerdings ist das eine etwas knifflige Angelegenheit, da es sehr dunkel draußen ist. Ich freue mich aber über einige gelungene Fotos, bis ich drei Sekunden länger auf den Kameradisplay schaue und feststelle, dass ich die SD-Karte gar nicht wieder eingelegt hatte. Ich Dussel renne also zurück ins Zimmer und komme mit SD-Karte in der Kamera zurück gelaufen. Inzwischen ist der Bär am Parkplatz angekommen, wo es noch dunkler ist, und schaut in der Suche nach Essen vorsichtig in die herumstehenden Autos. Unser Auto haben wir zum Glück auf dem Parkplatz Richtung Straße geparkt. Allerdings macht sich der Bär inzwischen genau in diese Richtung auf. Er überquert allerdings die Straße und verschwindet aus unserem Sichtfeld.

Achtung: Bär auf dem Parkplatz!
Leider das einzige Foto, auf dem man etwas erkennen kann…

Noch ganz aufgeregt, gehen wir zurück in unser Motelzimmer und schauen gelegentlich noch einmal raus, ob der Bär vielleicht zurückgekehrt ist. Nach einiger Zeit versuchen wir schließlich weiterzuschlafen. Immer noch aufgeregt stehen wir am nächsten Tag auf und berichten beim Auschecken dem Herren von gestern von unserem nächtlichen Erfolg. Daraufhin bekommen wir jeweils ein High Five von ihm und eine Wegbeschreibung zum Yosemite National Park – unserem heutigen Tagesziel.

Eine Autopanne?

Unser Auto zeigt an, dass wir unseren Reifendruck prüfen sollen. Danke, für die Erinnerung liebes Auto! Wir fragen also noch unserem Lieblingsrezeptionisten, wo wir diesen am besten überprüfen lassen können, und fahren daraufhin zur nächsten Tankstelle, die eine kleine Werkstatt besitzt. Wir fragen also höflich nach Hilfe und bekommen ruck, zuck den Reifendruck angepasst, Öl und Wischwasser nachgefüllt. Und das alles mit einem Lächeln auf den Lippen und für umsonst. Als wir unserem Mechaniker ein Trinkgeld geben wollen, will er nicht einmal das annehmen. Judith muss es ihm geradezu aufzwingen.

Der wunderschöne Yosemite National Park

Das Auto in Topform machen wir uns auf zum Yosemite National Park, den wir dank der Wegbeschreibung ohne Probleme finden, tanken noch kurz vor dem Eingang völlig überteuert und passieren schließlich die Grenze zum Park. Dieser Nationalpark ist wirklich riesig und wir haben wie immer viel zu wenig Zeit, um uns alles anzuschauen. Für den Park alleine kann man bestimmt schon mehr als eine Woche einplanen. Judith und ich entscheiden uns also uns auf das Yosemite Village zu konzentrieren. Halten aber zunächst an einem wunderschönen See namens Tenaya Lake und genießen für eine Weile das schöne Wetter.

Tenaya Lake

Dabei beobachten wir eine Gruppe von Briten, die verzweifelt versuchen eine Pyramide aus Menschen zu bauen. Nach “unzähligen” Versuchen, die uns sehr unterhalten, schaffen sie es letztlich sogar doch noch. Nachdem die Briten es schließlich geschafft haben, wird es Zeit für uns weiterzufahren. Wir fahren bis ins Curry Village und gönnen uns etwas zu essen. Leider gibt es wie immer nur Burger – aber auch der schmeckt außergewöhnlich gut. Dann stöbern wir noch etwas im Souvenirladen und schauen uns um. Beim Verlassen des Parkplatzes entdecken wir plötzlich zwei völlig entspannte Rehe. Als kleinen Verdauungsspaziergang gehen wir zu den Lower Falls des Yosemite Parks, die aber wie man schon am Flussbecken erahnen kann, derzeitig ausgetrocknet sind.

Unvergleichbar: The Tunnel View

Zum Abschluss möchten wir noch zum Inspiration Point. Den wir zwar nicht finden aber dafür beim Tunnel View landen. Die Aussicht ist absolut bezaubernd. Diese Berge sind unfassbar!

Jil und Judith beim Tunnel View

Dann geht es für uns weiter zu unserem überteuerten Hotel in El Portal. Kein Wunder, dass das so teuer ist. Neben diesem Hotel scheint es nur noch ein weiteres zu geben und ansonsten ist hier auch nicht viel. Wir kaufen uns wieder Milch und essen Müsli zum Abendbrot. Anschließend gönnen wir uns noch zwei Cocktails. Darunter der Canyon Breeze mit Jägermeister, Malibu und Ananassaft. Irgendwie eine geile Kombination. Jetzt geht es ab ins Bett aber irgendwie juckt alles…

One comment

  1. Reisebericht: Karibik 9. Tag – Erster Stopp auf Tortola | Jil's Blog

    […] Ausblick. Ehrlich gesagt, stand ich aber schon an beeindruckenderen Viewpoints wie zum Beispiel im Yosemite Park in den U.S.A. Das als Tourhighlight ist daher leider ein bisschen enttäuschend, denn nach Sky World geht es […]

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