Elefanten im Zoologischen Garten von Berlin

Kurztrip: Berlin

Über ein verlängertes Wochenende war ich mit einer guten Freundin unserer Hauptstadt Berlin und möchte Euch nun ein bisschen davon berichten. Insgesamt hat mir als Hamburger Deern Berlin deutlich besser gefallen als nach meinen letzten etwas längerem Besuch vor rund 6 Jahren. Ich hatte Berlin als sehr grau in Erinnerung. Diesen Eindruck muss ich revidieren. Berlin hat doch sehr viele Grünflächen und die Straßen sind mit Bäumen bestückt. Nichtsdestotrotz sind die meisten Gebäude – man kann es nicht anders sagen – eher hässlich! Der Berliner Plattenbau hat wirklich keinerlei Charme. Allerdings befinden sich rund um die Innenstadt auch sehr schöne Gebäude. Im Anschluss ein paar Dos and Don’ts für Euren Berlin-Tripp:

Do – Outlet Center Berlin

Das McArthurGlen Outlet Center Berlin ist durchaus einen Besuch für jeden Shopaholic wert. Zwar unterscheidet sich das Center nicht großartig von den anderen McArthur Glen Outlets, aber natürlich gibt es hier wieder ganz andere Angebote als beispielsweise in Neumünster. Ein besonders gutes Schnäppchen habe ich im Replay-Store gemacht. Dort heißt es zur Zeit 30 % ab dem zweiten und 50 % ab dem dritten Teil auf den gesamten Einkauf. Ich hatte eine wunderschöne Überziehjacke für noch 75,00 € und einen Pullover für noch 57,00 € in der Hand. Mit 30 % Preisnachlass hätte ich also anstatt 132,00 € noch 92,40 € zahlen müssen. Durch einen Tanga für 11,00 €, also dem dritten Teil, reduzierte sich der Preis auf sage und schreibe 71,50 €! Ich habe also letztlich weniger gezahlt, als die Jacke mich alleine gekostet hätte. Ansonsten kann ich auch die Geschäfte von Michael Kors, Levis und Guess wärmstens empfehlen.

Mein Tipp: Online registrieren und einmalig in fünf Geschäften 10 % Rabbat kassieren!

Do – Stadtrundfahrt

Ganz touristenmäßig haben wir uns entschieden eine Stadtrundfahrt durch Berlin zu machen. Dabei wurde uns zunächst eine Wassertour sehr ans Herzen gelegt, habens uns dann aber doch dagegen entschieden und haben lieber eine Hop on, Hop off Bustour gemacht. Dazu sind wir zunächst zum Hauptbahnhof gefahren und wurden direkt fröhlich von einem ehemaligen Hamburger angesprochen. Der junge Mann war von Top Tour Sightseeing – einer von schätzungsweise vier oder noch mehr Anbietern von Stadtrundfahrten – und hat uns wirklich sehr nett beraten und uns noch viele zusätzliche Informationen über Berlin gegeben zum Beispiel wo wir noch gut was essen gehen können, wo wir uns Tretboote ausleihen können und so weiter. Wir hatten überlegt abends spontan die Vorstellung der Blueman Group zu besuchen und fragten ihn, wo wir nach Resttickets fragen können. Er empfiehl uns Hektickets beim Bahnhof Zoologischer Garten. Hier können ab 14:00 Uhr Resttickets für diverse Veranstaltung für den halben Preis erworben werden. Leider hatten wir kein Glück, da keine Tickets für die Blueman Group dabei waren, und die anderen Angebote uns nicht zusagten. Aber zurück zur Rundfahrt: Die Busse bieten in der Regel Audioguides in diversen Sprachen, aber manche auch Live-Kommentatoren an. Wir hatten nach unserem ersten Stop beim Zoologischen Garten das Glück auf einen sehr unterhaltsamen Kommentator zu treffen, sodass wir kurzerhand den Rest der Tour sitzen geblieben ist. Durch die Tour haben wir einen guten Überblick über Berlins Innenstadt gewonnen und natürlich auch einiges erfahren. Das ganze hat uns als Studenten gut angelegte 15,00 € für 24 Stunden gekostet.

Mein Tipp: Lieber 10 – 15 Minuten auf den nächsten Bus warten und sich in einen mit Live-Kommentation setzen!

Do – Zoologischer Garten Berlin

Das gute Wetter an diesem Wochenende hat uns auch in den Zoologischen Garten Berlins geführt. Der Haupstadtzoo ist einer von zwei Tiergärten in Berlin und gilt es artenreichster Zoo der Welt. Und das glaube ich nach diesem Besuch aufs Wort. Alleine der Gang durch das Affenhaus ist beeindruckend. Als Hamburger Deern bin ich den Tierpack Hagenbeck gewohnt, der lediglich Paviane und Sumatra-Orang-Utans beherbergt. Neben den Affen gibt es zahlreiche Vögel, Raubtiere und andere Säugetiere zu betrachten, sodass man im gemütlichen Gang ohne längere Pausen gute vier bis fünf Stunden für einen Besuch einplanen sollte. Das dazugehörige Aquarium finde ich persönlich nicht so spannend. Vor allem, wenn man es mit dem Tropenaquarium von Hagenbeck vergleicht, das wesentlich liebevoller und offener gestaltet ist. Ein Kombiticket für Zoo und Aquarium kostet für Schüler, Studenten und Erwerbslose allersdings lediglich 15,00 €.- Damit liegt der Berliner Zoo deutlich unter den Preisen von Hagenbeck. Hier kostet ein Kombiticket für Erwachsene stolze 30,00 €.
Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die Wegführung durch den Park. Ein Plan des Parks lässt sich nur käuflich im Zoo-Wegweiser (4,00 € Deutsch, 5 € Englisch) erwerben und die darauf abgebildeten Zahlen finden sich leider nicht an den Tiergehegen wieder. Trotzdem ist ein Plan zur groben Orientierung dringend notwendig.

Mein Tipp: Um Geld zu sparen am besten gleich am Eingang die Planübersicht mit dem Smartphone abfotografieren.


Don’t – 54. Deutsch-Amerikanisches Volksfest

Wer, wie wir, sich unter diesem Titel amerikanisches Flair, Cadillacs, Rodeo reiten, Cheerleader und ähnliches verspricht, wird bei einem Besuch des 54. Deutsch-Amerikanischen Volksfestes enttäuscht sein. Neben etwas Dekoration versprüht lediglich das Bingo-Zelt und das FastFood-Angebot, bestehend aus diversen Burgern und HotDogs, (dauerhaft) etwas amerikanischen Charme. Ansonsten ist es ein Volksfest wie jedes andere mit dem Unterschied, dass auch noch 2,00 € für den Zutritt gezahlt werden muss.

Mein Tipp: Wer das Fest trotzdem besuchen möchte, sollte sich zumindest im Vorfeld auf der Internetseite informieren, wann die Bühne ansprechendes Programm liefert.

Don’t – Hard Rock Café Berlin

Von mir ein ganz klares Don’t! Ich habe wirklich selten einen so schlechten Service erlebt wie in diesem Hard Rock Café! Zunächst mussten wir über 45 Minuten warten und haben auch erst dann einen Tisch bekommen, als wir uns erkundigt haben, wie lange es noch dauern soll. Kurz: Wir wurden trotz „Pieper“ vergessen! Oben angekommen wurden wir erst erneut aufgefordert zu warten bis die Frau darauf hinwiesen, dass wir bereits 45 Minuten gewartet haben. Schließlich führte die „Disponentin“ uns an einen Tisch für zwei. Um uns herum waren übirgens noch mindestens fünf weitere Tische frei, weshalb wir uns fragten, warum wir so lange warten mussten. Unser Tisch wiederum, war so ausgerichtet, dass ich komplett geblendet wurde. Als wir darum baten einen neuen Tisch zugeteilt zu bekommen – es waren schließlich genug frei – wurden wir darum gebeten doch fünf Minuten zu warten, da die Kellnerin nicht wüsste, welche Tische schon verbucht sind und die Sonne doch eh gleich verschwinden würde. Wir haben den Tisch daraufhin einfach etwas gedreht, sodass ich zumindest nicht mehr komplett geblendet wurde.
Das Essen kam in einer angemessenen Geschwindigkeit, jedoch waren meine Pommes teilweise noch roh und meine Freundin hatte zwei große Endstücke in ihrem Salat, die sie nicht essen konnte. Um dem Essen noch eine Chance zu geben, bestellten wir uns noch einen Oreo Cheesecake, den wir uns teilen wollten. Das haben wir dem Kellner auch ausdrücklich so gesagt und zwei Löffel geordert. Nachdem der Erhalt der Dessert-Karte schon gute 10 Minuten gedauert hat, mussten wir weitere 15 Minuten  auf den Kuchen warten. der natürlich nur mit einem Löffel serviert wurde. Der zweite folgte gute drei Minuten später. Unsere Stimmung war inzwischen ziemlich angefressen. Zumal wir auch nicht einmal gefragt wurden, ob alles in Ordnung sei und ob das Essen geschmeckt habe. Nicht verwunderlich, da die meisten Kellner auch wichtigeres zu tun hatten wie sich miteinander zu unterhalten, sich zu knuddeln und zu knutschen und natürlich die Musik in solch einer Lautstärke aufzudrehen, dass man sich zum Unterhalten anschreien musste.
Als wir uns schließlich beim Bezahlen über oben genannte Punkte beschwert haben meinte der Kellner nur: „Aha, okay.“ Keine Entschuldigung, kein Entgegenkommen – nichts! Als es zum Abschluss dann nur 75 ct Trinkgeld gab, hat uns der Kellner  nur mit großen verständnislosen Augen angeschaut. Ein absolut skandalöser Abend, den ich so nicht erwartet habe. Nach dieser Erfahrung würde ich wirklich niemanden empfehlen dieses Hard Rock Café zu besuchen!

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  1. Reiseplanung: Irland | Jil's Blog

    […] ausgesucht: Irland! In zwei Wochen wollen Katharina, mit der ich auch schon letztes Jahr Berlin unsicher gemacht habe, und ich die Landschaft, die Kultur und die Leute in Irlands Süden erleben […]

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