Filmkritik: Blind Side - Die große Chance

Filmkritik: Blind Side – Die große Chance

Manchmal muss man ein Wagnis eingehen, um Wundervolles zu erfahren. Nach einer wahren Geschichte: Blind Side – Die große Chance.

4 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Der 17-jährige Afroamerikaner Micheal Oher (Quinten Aaron) ist  in verschiedenen Heimen in Memphis, Tennessee aufgewachsen. Sobald er in eine neue Familie vermittelt wurde, rannte er zu seiner wegen Drogenkonsums vorbestraften Mutter zurück. Durch den Einsatz des Vaters eines Freundes wird „Big Mike“ an einer christlichen Schule aufgenommen. Der Coach des Footballteams hofft Michael als Spieler zu gewinnen, jedoch müssten sich dazu zunächst seine schulischen Leistungen bessern.

Die wohlhabende Familie Tuohy bietet Michael an für eine Nacht in ihrem Schlafzimmer zu nächtigen, nachdem sie ihn verlassen im Regen aufgefunden haben. Doch bei der einen Nacht bleibt es nicht – schnell wird Michael Teil der Familie. Dank ihrer Hilfe wird Michael schließlich in das Football-Team der Schule aufgenommen und entwickelt sich nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten zum Topspieler des Teams. Schnell werden diverse Colleges auf Michael aufmerksam und buhlen um seine Gunst. Um ein Stipendium wahrzunehmen, muss Michaels Notenschnitt allerdings deutlich angehoben werden. Dazu stellt die Familie Miss Sue (Kathy Bates) ein, die Michael in langen Nachhilfestunden fit macht. Auch die Lehrer unterstützen Michael tatkräftig. Letztlich erreicht Michael den notwendigen Notendurchschnitt von 2,5 und entscheidet sich an der „Ole Miss“, der Universität von Mississippi künftig zu studieren und Football zu spielen. Er entscheidet sich somit gegen seinen Heimatbundesstaat, also gegen die Universität von Tennessee.

Da schaltet sich der Nationale Athletenverband ein, der den Tuohys vorwirft Michael einzig und alleine aufgenommen und gefördert zu haben, damit er an „ihrer“ Uni Football spielen kann. Leigh Anne und Sean Tuohy (Tim McGraw) haben beide an der Ole Miss studiert, haben vor Ort ein Ferienhaus und gelten als Förderer. Mit dieser Behauptung konfrontiert verlässt Michael verunsichert den Besprechungssaal und flüchtet in seine alte Gegend in der Hoffnung seine leibliche Mutter anzufinden. Leigh Anne macht sich daraufhin voller Sorge auf die Suche nach ihrem Sohn.

Mein Fazit

In diesem Film wird eindrucksvoll dargestellt, wie kulturelle und soziale Unterschiede überwunden werden können: Mit viel Herz, Mitgefühl und Aufopferungsbereitschaft. Dass dieser Film dies transportieren kann und dabei nicht zu Klischee belastent wirkt, ist zu einem großen Teil der schauspielerischen Leistung von Sandra Bullock als Leigh Anne Tuohy zu verdanken. Nicht ohne Grunde hat sie dafür 2010 den Oscar in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ verliehen bekommen. Die Glaubwürdigkeit wird noch dadurch verstärk, dass dieser Film wie bereits erwähnt auf einer wahren Geschichte beruht. Mit Blind Side – Die große Chance wurde ein Film geschaffen, der das Herz berührt und den man sich immer wieder gerne anschaut.

Mein Tipp für Euch

Unbedingt auf Englisch gucken! So wirken die Charaktere einfach noch authentischer und besser. Das leichte Nuscheln von Quinten Aaron ist zunächst etwas schwierig zu verstehen, jedoch gewöhnt man sich nach einiger Zeit gut daran.

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Trailer zu „The Blind Side“

One comment

  1. Filme der Woche: KW 14 | Jil's Blog

    […] Meine Filmkritik zu Blind Side- Die große Chance findet Ihr hier. […]

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